Joo Kraus Basic Jazz Lounge – The Ride
Veröffentlicht am Donnerstag, 07.September 2006 um 10:01 Uhr.
Ein Highlight des letzten Jahres war die Produktion von Joo Kraus Basic Jazz Lounge »The Ride«. Joo und seine hervorragende Band suchten für das Recording mal was Anderes als die übliche Studiositaution und so begaben sich Joo und ich auf die Suche nach einer Location, die eine besondere Atmosphäre bietet und wo man in Ruhe mit Tageslicht und viel frischer Luft eine Band aufnehmen kann.
Nach etlichen Fehlschlägen bekam Joo eine kleine Waldhütte auf der schwäbischen Alb angeboten und nach der ersten Besichtigung, bei der ich mir nicht sicher war, ob wir überhaupt die ganze Band darin unterkriegen, beschlossen wir den Versuch zu wagen.
Zunächst mussten wir auf Wunsch des Drummers alle Geweihe von den Wänden abhängen, um den Raum von den Vibes des Todes zu reinigen. Dann baute ich meine Preamps und das Protools – System in einer Niesche auf. Circa ein Meter halbrechts vor mir baute Christian Lettner sein Drumkit auf und schon beim ersten Schlag auf die Bassdrum war klar, daß der Holzboden der Hütte mitschwingt und zu viel Bass frisst. Die untere Oktave der BD war nur zu ahnen. Viel Platz um das Drum anders zu positionieren war nicht vorhanden und so probierten wir verschiedene Tunings aus, was aber auch keine deutliche Verbesserung brachte.
Mitten in der Band zu sitzen, die Füße durch die Terrassentür in die Sonne zu strecken und dabei solche fantastischen Player aufnehmen zu dürfen war schon ein besonderer Genuss. Markus Born.
Erst als wir die Gummifüße der BD einfuhren und Geldstücke unter die Dornen legten (ich glaube es waren 2–Euro Münzen) hatten wir deutlich mehr Bass. Erfahrungsberichte mit Fremdwährungen sind herzlich willkommen!
Den Bass von Patrick Scales nahmen wir direkt über eine Avalon VT 737 auf und die Gitarrenamps seines Bruders passten genau in die kleine Eingangsdiele, so dass wir eine akzeptable Trennung erreichten. Ralf Schmid bezog die zweite Nische mit seinem Rhodes und Synth und Joo klemmte sich zwischen uns um Guidevocals und Trumpets beizusteuern. Nach einem kurzen Soundcheck waren wir alle überrascht, wie gut der Sound der kleinen Holzhütte zu den Songs passte. Mitten in der Band zu sitzen, die Füße durch die Terrassentür in die Sonne zu strecken und dabei solche fantastischen Player aufnehmen zu dürfen war schon ein besonderer Genuss. Zudem wurden wir von ..... so fürstlich versorgt, dass wir nach jeder Pause wie gedopt an die nächste Nummer gingen.